Tagesspiegel Queerspiegel
Eine Sonderausgabe des Queerspiegel-Newsletters.
‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 
‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 
Tagesspiegel Queerspiegel
Tagesspiegel

DAS WICHTIGSTE AUF EINEN KLICK:

Tilmann Warnecke – Foto: Nassim Rad
von Tilmann Warnecke
27. Juli 2026
 
Liebe Leser*innen,

traurig, sprachlos und auch wütend: Wie ich dürften sich viele von Euch fühlen nach dem Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin. Ein Anschlag, der sich gegen die gesamten Community und ihre Menschen richtete, ob sie sich nun als lesbisch, schwul, bi, queer, trans oder noch ganz anders identifizieren.

Ein Anschlag, der ausgerechnet an dem Tag geschah, wo Hunderttausende für queere Rechte und für ein selbstbestimmtes Leben auf die Straße gegangen sind.

Mut haben mir trotz allem die Gedenk- und Trauerfeiern am Sonntag gemacht. Zehntausend Menschen kamen schon nachmittags vor dem Brandenburger Tor zusammen, viele hielten Reden, es wurde gemeinsam gesungen.

Ich war abends auf dem Trauerzug von der Marienkirche zum Brandenburger Tor. Viele hatten Blumen dabei, trugen die Regenbogenfahne. Ein Zeichen ging vom Tag nach dem Attentat damit auch aus. Wie jede Familie mag die queere Community ihre Differenzen haben. Doch wenn es darauf ankommt, rücken wir zusammen.

Der Attentäter Abdul Ballout wurde am Sonntag erschossen. Und mittlerweile steht fest: Bei der durch den Anschlag Verstorbenen handelt es sich um eine Frau aus Polen, die mit ihrer Tochter in Berlin war.

Alle Informationen über das Attentat findet Ihr in unserem Newsblog. 



In diesem Sondernewsletter geben wir einen Überblick über einige besonders lesenswerte Artikel zum Anschlag:

Das steht im Urteil gegen Abdul Ballout. Der junge Mann wollte sich dem „Islamischen Staat“ anschließen. Im Mai 2026 stand Ballout dafür in Berlin vor Gericht. Warum kam der spätere mutmaßliche Attentäter auf freien Fuß? Mehr von meiner Kollegin Madleen Harbach.

Zugriff in Parzelle 46. Die Berliner Polizei spürte den Islamisten Abdul Ballout in einer Laubenkolonie in Spandau auf. Kleingärtner haben meinem Kollegen Julius Geiler erzählt, wie sie den Einsatz erlebten. 

„Er wurde einer Gehirnwäsche unterzogen.“ Am Tag des Anschlags auf den CSD telefonierte der Vater des mutmaßlichen Täters noch mit Abdul Ballout.

„Islamismus ist für queere Menschen in Deutschland die größte Gefahr.“ Islamistische Homofeindlichkeit werde systematisch kleingeredet,  sagt der Politikwissenschaftler Hendrik Hansen im Interview mit Karin Christmann. 

Die Angst darf nie über die Freiheit siegen. Ein Anschlag mitten ins Herz der Regenbogen-Hauptstadt. Die Antwort darauf muss hart und klar sein, fordert Anke Myrrhe, stellvertretende Chefredakteurin des Tagesspiegels.
Tilmann Warnecke ist beim Tagesspiegel verantwortlicher Redakteur für den Queerspiegel und arbeitet zudem im Ressort Wissen & Forschen.
 
 
LESEEMPFEHLUNGEN MIT T+
Wir hoffen, Euch gefällt dieser Newsletter, den unsere Abonnent:innen mit ihrer Unterstützung möglich machen.
Als Abonnent:in könnt Ihr heute unter anderem folgende Artikel lesen:
               
Leseempfehlungen Bild
 Schläger, Räuber, Dschihadist: Wer war Abdul Ballout?
Der 21-jährige Abdul Ballout soll den Terroranschlag am Rande des Berliner Christopher Street Days verübt haben. Erst vor wenigen Wochen stand der Mann vor Gericht. Von Pascal Bartosz
Mehr Artikel ansehen
 
Im Moment herrscht Trauer vor. Doch die politischen Diskussionen sind losgegangen. Der Berliner CSD-Verein hat bereits vor einer Instrumentalisierung der Tat gegen Muslime gewarnt. „Wir benennen islamistischen Terror klar und ohne Relativierung“, erklärte der Vorstand.

Zugleich stelle man sich „jedem Versuch entgegen“, die Tat für Hass gegen Muslime und Menschen bestimmter Herkunft zu „instrumentalisieren“. Der Verein rief dazu auf, besonnen zu reagieren: „Hinter solcher Gewalt steckt der Versuch, unsere Gesellschaft zu spalten und Menschen gegeneinander aufzuhetzen.“ Das werde keinen Erfolg haben. Der CSD stehe für „Zusammenhalt, Respekt und Solidarität“.

Die Organisatoren betonten: „Wir bleiben laut, wir lassen uns nicht zurückdrängen.“

Das war es mit unserer Sonderausgabe des Queerspiegels. Der Anlass war traurig, ich hoffe trotzdem, dass die Texte Euer Interesse geweckt haben.

Was denkt Ihr über den Anschlag und seine Folgen? Wie habt Ihr ihn erlebt? Schreibt uns, am schnellsten geht das per E-Mail.

Alles Gute und bis bald.
Euer Tilmann Warnecke
PS: Wir schenken Euch den Tagesspiegel als digitale Zeitung inkl. Tagesspiegel Plus und Checkpoint. Auf Wunsch gratis dazu: Die gedruckte Zeitung am Freitag und Samstag. Jetzt 30 Tage gratis testen.

Eure Meinung
Wie zufrieden seid Ihr mit dem Queerspiegel?
Bewerten
Feedback

Empfehlen
Gefällt Euch der Queerspiegel? Dann teilt diese Ausgabe!
Link
Mail Link
Twitter Link
Facebook Link
Whatsapp Link

Anmelden
Euch wurde der Queerspiegel weitergeleitet und Ihr möchtet euch für den Newsletter anmelden?
Jetzt Newsletter kostenlos abonnieren

Die Tagesspiegel App
Jetzt gratis laden
App Store Google Play Store

Die Tagesspiegel-Newsletter
Neben diesem Newsletter bieten wir Euch noch viele weitere an. Entdeckt alle hier.
Alle Tagesspiegel-Newsletter

Impressum
Verlag Der Tagesspiegel GmbH, Askanischer Platz 3, 10963 Berlin
Geschäftsführer: Stefan Buhr, Nicolas Köhn
Chefredakteur: Christian Tretbar
AG Charlottenburg HRB 43850, UID: DE 151725755
Verantwortlich im Sinne von §18 Abs. 2, MStV: Markus Hesselmann
Verantwortlich für redaktionelle Inhalte: Tilmann Warnecke, Nadine Lange

Kontakt
zu redaktionellen Inhalten: […]
für Anzeigenschaltungen: […]
zum Leserservice: […]

Um den Newsletter abzubestellen, klicke bitte hier: