Guten Tag,
„Jugend in Gefahr – Nie wieder Krieg“ stand auf einem Transparent, das junge Menschen 1956 bei einer Protestaktion gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht trugen. Im Jahr darauf wurde in Westdeutschland der 1. September zum ersten Mal als Antikriegstag begangen. Zehntausende demonstrierten am Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen, dem Beginn des Zweiten Weltkrieges. Aus dieser zunächst als „Ohne mich“-Bewegung bezeichneten Strömung entwickelte sich später die Friedensbewegung.
Zum diesjährigen 1. September wendet sich medico mit einem Appell unter dem Titel „Ohne uns – Für einen Ausstieg aus der Logik des Krieges“ an die Öffentlichkeit. Wir tun dies im Rückgriff auf die Tradition der Anti-Kriegs-Bewegung und im Wissen darum, dass sich eine Kritik des Krieges heute unter gänzlich anderen Bedingungen entwickeln muss – und erst an ihrem Anfang steht.
„Eine internationale Anti-Kriegs-Bewegung ist überfällig. Sie hat es nicht nötig, die Verharmlosung der russischen Verbrechen zu betreiben, um gleichzeitig die gedankenlose Fortsetzung und Eskalation des Krieges im Namen des Guten zu kritisieren“, heißt es im Text.
Wir bitten Sie, den Appell zu lesen, zu diskutieren, zu kritisieren und zu verbreiten. Bestellen Sie Plakate und Aufkleber, laden Sie den Appell als PDF herunter und verteilen Sie ihn!
In diesem Sinne: Ohne uns!
Mit den besten Grüßen
Mario Neumann, Ukraine-Referent